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Die einzelnen Verkehrsträger und spezifischen Gesetze und Verordnungen

Gefahrgutkontrolle durch den Sicherheitsberater


Jetzt neu GGB & LSB auch gemäss § 9 VStG

Wir übernehmen auch alle Aufgaben des Sicherheitsberater für Gefahrgut (GGB) & Ladungssicherung (LSB) gemäss § 9 VStG. Das bedeutet wir übernehmen auch die Haftung im Falle eines Unfalles. Dadurch ist die Geschäftsleitung aus dem Schneider, wenn etwas passieren sollte.

Allerdings haben wir dann aus Weisungsbefugnis!


Einteilung der Gefahren durch Farbcodes

  • Rot & Gelb = FEUER – Gefahr der Verbrennung
  • Orange = EXPLOSION – Gefahr durch die Druckwelle und Hitze
  • Blau = WASSER – Gefahr durch brennbarer Reaktion bei Kontakt mit Wasser
  • Grün = DRUCK – Gefahr durch die Druckwelle und Kälte
  • Schwarz-Weis & Orange = andere Gefahren (Gift, Ansteckend, Strahlung, Verätzung, Hitze, …)

Gefahrgutbeauftragte — GGB

Unser Angebot

Wir beraten, helfen und übernehmen die Aufgaben als Sicherheitsberater (Gefahr­gutbeauftragten), wenn gewünscht auch gem. §9 VStG, sowie als Verpacken und Versender ihrer Waren. Gefahr­gutbeauftragte helfen Notwendigkeiten einzuhalten und Strafen zu vermeiden.

Wir sind Inhaber eines gültigen Schulungsnachweises. Zur Erlangung des Nachweises haben wir eine Schulung erhalten, die durch das Bestehen einer kommissionellen Prüfung nachgewiesen wird. Dieser Nachweis hat eine Geltungsdauer von fünf Jahren.

Wir stehen in den Bereichen Strasse (ADR) und Schiene (RID), sowie als Sicherheitsargentur für ihren Hochsee- (IMO IMDG) und Lufttransport (IATA DGR) nicht nur zur Verfügung, sondern das auch um wenig Geld!

Notwendigkeit & Aufgaben des Sicherheitsberaters (Gefahr­gutbeauftragten)

Auf dem Land, zu Wasser oder in der Luft, jedes Unternehmen, das als Verpacker, Belader, Befüller, Versender, Beförderer oder Entlader gefährlicher Güter auftritt, muss einen Sicherheitsberater (Gefahr­gutbeauftragter) oder Sicherheitsdienstleister benennen.
Ausserdem brauchen Lenker von Gefahrgutfahrzeugen auf der Strasse eine spezielle Lenkerausbildung.
Link zu Gesetzestexten.

Ein Wort zur Vorsicht

Egal mit welchem Verkehrsträger das Gefahrgut transportiert wird, bei kleinen Fehlern drohen enorme Strafen bis zu Transportverbot. Deswegen raten wir zu kompetenter Beratung und Organisation von Transporten durch einen qualifizierten Sicherheitsberater (Gefahr­gutbeauftragten).

Bestellung von Sicherheitsberatern (Gefahr­gutbeauftragten)

Sobald ein Unternehmen an der Beförderung gefährlicher Güter beteiligt ist und ihm Pflichten als Beteiligter in der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt oder in der Gefahrgutverordnung See zugewiesen sind, muss es mindestens einen Sicherheitsberater für die Beförderung gefährlicher Güter (Gefahrgutbeauftragter) schriftlich bestellen.
Jedes Unternehmen, dessen Tätigkeiten verpacken, beladen, befüllen, versenden, transportieren oder entladen gefährlicher Güter auf der Straße, Schiene, Wasserstrasse, oder Hochsee umfasst, muss einen oder mehrere Sicherheitsberater für die Beförderung gefährlicher Güter, benennen, deren Aufgabe darin besteht, die Risiken verhüten zu helfen, die sich aus solchen Tätigkeiten für Personen, Sachen und die Umwelt ergeben.
Die Funktion des Gefahrgutbeauftragten kann nach dem Unterabschnitt 1.8.3.4 ADR/RID/ADN vom Leiter des Unternehmens, von einer Person mit anderen Aufgaben in dem Unternehmen oder von einer dem Unternehmen nicht angehörenden Person wahrgenommen werden, sofern diese tatsächlich in der Lage ist, die Aufgaben des Gefahrgutbeauftragten zu erfüllen. Der Name des Gefahrgutbeauftragten ist allen Mitarbeitern des Unternehmens schriftlich bekannt zu geben; die Bekanntmachung kann auch durch schriftlichen Aushang an einer für alle Mitarbeiter leicht zugänglichen Stelle erfolgen.

Aufgaben des Sicherheitsberaters (Gefahr­gutbeauftragten)

Der Gefahrgutbeauftragte hat unter der Verantwortung des Unternehmensleiters im Wesentlichen die Aufgabe, im Rahmen der betroffenen Tätigkeiten des Unternehmens nach Mitteln und Wegen zu suchen und Maßnahmen zu veranlassen, die die Durchführung dieser Tätigkeiten unter Einhaltung der geltenden Bestimmungen und unter optimalen Sicherheitsbedingungen erleichtern.
Seine den Tätigkeiten des Unternehmens entsprechenden Aufgaben sind insbesondere:

  • Überwachung der Einhaltung der Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter;
  • Beratung des Unternehmens bei den Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Beförderung gefährlicher Güter;
  • Erstellung eines Jahresberichts für die Unternehmensleitung oder gegebenenfalls für eine örtliche Behörde über die Tätigkeiten des Unternehmens in Bezug auf die Beförderung gefährlicher Güter. Die Berichte sind fünf Jahre lang aufzubewahren und den einzelstaatlichen Behörden auf Verlangen vorzulegen.

Darüber hinaus umfassen die Aufgaben des Gefahrgutbeauftragten insbesondere die Überprüfung des nachstehenden Vorgehens bzw. der nachstehenden Verfahren hinsichtlich der betroffenen Tätigkeiten:

  • Verfahren, mit denen die Einhaltung der Vorschriften zur Identifizierung des beförderten gefährlichen Guts sichergestellt werden soll;
  • Vorgehen des Unternehmens, um beim Kauf von Beförderungsmitteln den besonderen Erfordernissen in Bezug auf das beförderte gefährliche Gut Rechnung zu tragen;
  • Verfahren, mit denen das für die Beförderung gefährlicher Güter oder für das Verpacken, Befüllen, Be- oder Entladen verwendete Material überprüft wird;
  • ausreichende Schulung der betreffenden Arbeitnehmer des Unternehmens, einschließlich zu Änderungen der Vorschriften, und Vermerk über diese Schulung in der Personalakte;
  • Durchführung geeigneter Sofortmaßnahmen bei etwaigen Unfällen oder Zwischenfällen, die unter Umständen die Sicherheit während der Beförderung gefährlicher Güter oder während des Verpackens, Befüllens, Be- oder Entladens gefährden;
  • Durchführung von Untersuchungen und, sofern erforderlich, Erstellung von Berichten über Unfälle, Zwischenfälle oder schwere Verstöße, die während der Beförderung gefährlicher Güter oder während des Verpackens, Befüllens, Be- oder Entladens festgestellt wurden;
  • Einführung geeigneter Maßnahmen, mit denen das erneute Auftreten von Unfällen, Zwischenfällen oder schweren Verstößen verhindert werden soll;
  • Berücksichtigung der Rechtsvorschriften und der besonderen Anforderungen der Beförderung gefährlicher Güter bei der Auswahl und dem Einsatz von Subunternehmern oder sonstigen Dritten;
  • Überprüfung, ob das mit dem Versenden, der Beförderung, dem Verpacken, Befüllen, Verladen oder Entladen der gefährlichen Güter betraute Personal über ausführliche Arbeitsanleitungen und Anweisungen verfügt;
  • Einführung von Maßnahmen zur Aufklärung über die Risiken bei der Beförderung gefährlicher Güter oder beim Verpacken, Befüllen, Verladen oder Entladen der gefährlichen Güter;
  • Einführung von Maßnahmen zur Überprüfung des Vorhandenseins der im Beförderungsmittel mitzuführenden Papiere und Sicherheitsausrüstungen sowie der Vorschriftsmäßigkeit dieser Papiere und Ausrüstungen;
  • Einführung von Verfahren zur Überprüfung der Einhaltung der Vorschriften für das Verpacken, Befüllen, Be- und Entladen;
  • Vorhandensein des Sicherungsplanes gemäß Unterabschnitt 1.10.3.2.

Gefahrgutbeauftragte & Handling Agents

Wir beraten, helfen und übernehmen die Aufgaben als Sicherheitsberater (Gefahr­gutbeauftragten), sowie als Verpacken und Versender ihrer Waren. Gefahr­gutbeauftragte helfen Notwendigkeiten einzuhalten und Strafen zu vermeiden. Im Bereich Strasse (ADR) und Schiene (RID) stehen wir schon ab € 120,- pro Monat zur Verfügung (Preis inkl. MwSt.). 

Für Gefahrgutsendungen in der Luft sind wir ein All-In-One-Partner mit PK6-Zulassung. Wenn es für ihren Lufttransport (IATA DGR) gemäss den Vorschriften notwendig ist, eine 24-Stunden-Notfall-Hotline bereitzustellen, sind wir für Sie Rund um die Uhr erreichbar damit sie ruhig schlafen können.

Egal mit welchem Verkehrsträger das Gefahrgut transportiert wird, bei kleinen Fehlern drohen enorme Strafen bis zum Transportverbot. Deswegen raten wir zu kompetenter Beratung und Organisation von Transporten durch einen qualifizierten Sicherheitsberater (Gefahr­gutbeauftragten).

Wenn Ihr Unternehmen Tätigkeiten wie verpacken, beladen, befüllen, versenden, transportieren oder entladen gefährlicher Güter auf der Straße, Schiene, Wasserstrasse, oder Hochsee durchführt, brauche Sie per Gesetz einen Sicherheitsberater. Da diese Tätigkeit aber oft nicht Umfangreich genug ist um einen Gefahrgutbeauftragten Vollzeit einzustellen, haben wir uns darauf spezialisiert, als externe Sicherheitsbeauftragte Risiken für Personen, Sachen und die Umwelt gering wie möglich zu halten.

Unsere Tätigkeiten sind insbesondere:

  • Überwachung der Einhaltung der Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter;
  • Beratung des Unternehmens bei den Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Beförderung gefährlicher Güter;
  • Erstellung eines Jahresberichts für die Unternehmensleitung oder gegebenenfalls für eine örtliche Behörde über die Tätigkeiten des Unternehmens in Bezug auf die Beförderung gefährlicher Güter. Die Berichte sind fünf Jahre lang aufzubewahren und den einzelstaatlichen Behörden auf Verlangen vorzulegen.

Darüber hinaus führen wir folgende Tätigkeiten aus:

  • Verfahren, mit denen die Einhaltung der Vorschriften zur Identifizierung des beförderten gefährlichen Guts sichergestellt werden soll;
  • Verfahren, mit denen das für die Beförderung gefährlicher Güter oder für das Verpacken, Befüllen, Be- oder Entladen verwendete Material überprüft wird;
  • ausreichende Schulung der betreffenden Arbeitnehmer des Unternehmens (einschließlich zu Änderungen der Vorschriften) und Vermerk über diese Schulung in der Personalakte;
  • Durchführung von Untersuchungen und (sofern erforderlich) Erstellung von Berichten über Unfälle, Zwischenfälle oder schwere Verstöße, die während der Beförderung gefährlicher Güter oder während des Verpackens, Befüllens, Be- oder Entladens festgestellt wurden;

Definition und Kennzeichnung von gefährlichen Gütern

Definition von gefährlichen Gütern

Gefährlichen Güter sind Stoffe und Gegenstände, die wegen ihrer physikalischen oder chemischen Eigenschaften, oder ihres Zustandes beim Transport eine Gefahr für

  • das Leben oder die Gesundheit von Menschen und Tieren,
  • die Umwelt,
  • Sach- und Gemeingüter,
  • die öffentliche Sicherheit oder Ordnung
  • den sicheren Betrieb der Infrastruktur

darstellen und deswegen fachgerecht und mit besonderer Vorsicht behandelt werden müssen. Dazu gehören die richtige Verpackung und Kennzeichnung.

Kennzeichnung von gefährlichen Gütern

Gefahrzettel sind auf einer Spitze stehende Quadrate und je nach Klasse unterschiedlich gefärbt. Ein Gefahrensymbol und darunter der Zahlencode informieren über die Gefahrgutklasse. Die einzelnen Muster und ihre Bedeutung sind in den schriftlichen Weisungen wiedergegeben. Die zutreffenden Gefahrzettel müssen an den Verpackungen angebracht werden, entsprechende Großzettel vor allem an Containern, Tankfahrzeugen und Güterwagen.

Klasse 1

Es handelt sich um eine Klasse mit verschiedenen Unterklassen und Verträglichkeitsgruppen. Die Verträglichkeitsgruppe ist anstelle des * einzusetzen.

Für die Klasse 1 ist die Gefährlichkeit in dieser Rangfolge (5.3.1.1.2):
1.1 (am gefährlichsten), 1.5, 1.2, 1.3, 1.6, 1.4 (am wenigsten gefährlich).

Klasse 2

Im IMDG, ADR, RID, ADN und IATA DGR sind die Klassen 2.1, 2.2 und 2.3 als Unterklassen bestimmt.

Klasse 3

Klasse 4

Im IATA DGR sind die Klassen 4.1, 4.2 und 4.3 als Unterklassen bestimmt.

Klasse 5

Im IATA DGR sind die Klassen 5.1 und 5.2 als Unterklassen bestimmt.

Klasse 6

Im IATA DGR sind die Klassen 6.1 und 6.2 als Unterklassen bestimmt.

Klasse 7

Es handelt sich um eine Klasse mit verschiedenen Eigenschaften.

Klasse 8

Klasse 9

Es handelt sich um eine Klasse mit einer besonderen Kennzeichnung für Batterien.

Andere Gefahrenkennzeichnungen

Handling Labels

Bei Fragen sehen wir gerne mit Rat und Tat zur Verfügung! Keine Garantie auf Vollständigkeit!


Übersicht Verkehrsträger

Mehr über die einzelnen Verkehrsträger und die spezifischen Gesetze und Verordnungen dazu findest du hier:


ADR

Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße

Accord relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route

Link zu Gesetzestexten.

1.1.2 Geltungsbereich

Im Sinne von Artikel 2 des ADR legt die Anlage A fest:
a) die gefährlichen Güter, deren internationale Beförderung ausgeschlossen ist;
b) die gefährlichen Güter, deren internationale Beförderung zulässig ist und die für diese Güter geltenden Vorschriften (einschließlich der Freistellungen), insbesondere hin­sichtlich:

  • der Zuordnung (Klassifizierung) der Güter, einschließlich der Zuordnungskriterien und der diesbezüglichen Prüfverfahren;
  • der Verwendung von Verpackungen (einschließlich Zusammenpackung);
  • der Verwendung von Tanks (einschließlich ihrer Befüllung);
  • der Verfahren beim Versand (einschließlich der Kennzeichnung und Bezettelung der Versandstücke, das Anbringen von Großzetteln (Placards) auf Beförderungs­mitteln und die Kennzeichnung der Beförderungsmittel sowie der Dokumentation und der vorgeschriebenen Angaben und Vermerke);
  • der Vorschriften über den Bau, die Prüfung und Zulassung der Verpackungen und Tanks;
  • der Verwendung von Beförderungsmitteln (einschließlich der Beladung, Zusam­menladung und Entladung).

Im Sinne von Artikel 2 des ADR legt die Anlage B die Bedingungen für Bau, Ausrüstung und Betrieb von Fahrzeugen fest, die für die Beförderung gefährlicher Güter zugelassen sind:

  • Vorschriften für Fahrzeugbesatzungen, Ausrüstung und Betrieb der Fahrzeuge sowie Dokumentation;
  • Vorschriften für den Bau und die Zulassung von Fahrzeugen.Vorschriften für Fahrzeugbesatzungen, Ausrüstung und Betrieb der Fahrzeuge sowie Dokumentation;

1.1.3 Freistellungen

1.1.3.1 Freistellungen in Zusammenhang mit der Art der Beförderungsdurchführung

Die Vorschriften des ADR gelten nicht für:
a) Beförderungen gefährlicher Güter, die von Privatpersonen durchgeführt werden, sofern diese Güter einzelhandelsgerecht abgepackt sind und für den persönlichen oder häuslichen Gebrauch oder für Freizeit und Sport bestimmt sind, vorausgesetzt, es werden Maßnahmen getroffen, die unter normalen Beförderungsbedingungen ein Freiwerden des Inhalts verhindern.  Wenn diese Güter entzündbare flüssige Stoffe sind, die in wiederbefüllbaren Behältern befördert werden, welche durch oder für Privatpersonen befüllt werden, darf die Gesamtmenge 60 Liter je Behälter und 240 Liter je Beförderungseinheit nicht überschreiten. Gefährliche Güter in Großpackmitteln (IBC), Groß­verpackungen oder Tanks gelten nicht als einzelhandelsgerecht verpackt.
c) Beförderungen, die von Unternehmen in Verbindung mit ihrer Haupttätigkeit durchgeführt werden, wie Lieferungen für oder Rücklieferungen von Baustellen im Hoch- und Tiefbau oder im Zusammenhang mit Messungen, Reparatur- und Wartungsarbeiten in Mengen, die 450 Liter je Verpackung, einschließlich Großpackmittel (IBC) und Großverpackungen, und die Höchstmengen gemäß Unterabschnitt 1.1.3.6 nicht überschreiten. Es sind Maßnahmen zu treffen, die unter normalen Beför­derungsbedingungen ein Freiwerden des Inhalts verhindern. Diese Freistellungen gelten nicht für die Klasse 7. Beförderungen, die von solchen Unternehmen zu ihrer internen oder externen Versorgung durchgeführt werden, fallen jedoch nicht unter diese Ausnahmeregelung;
d) Beförderungen, die von den für Notfallmaßnahmen zuständigen Behörden oder unter deren Überwachung durchgeführt werden, soweit diese im Zusammenhang mit Not­fallmaßnahmen erforderlich sind, insbesondere

  • Beförderungen mit Abschleppfahrzeugen, die Unfall- oder Pannenfahrzeuge mit gefährlichen Gütern befördern, oder
  • Beförderungen, die durchgeführt werden, um die bei einem Zwischenfall oder Unfall betroffenen gefährlichen Güter einzudämmen, aufzunehmen und zum nächst gelegenen sicheren Ort zu verbringen;

e) Notfallbeförderungen zur Rettung menschlichen Lebens oder zum Schutz der Umwelt, vorausgesetzt, es werden alle Maßnahmen zur völlig sicheren Durchführung dieser Beförderungen getroffen;
f) die Beförderung ungereinigter leerer ortsfester Lagerbehälter, die Gase der Klasse 2 Gruppe A, O oder F, Stoffe der Verpackungsgruppe II oder III der Klasse 3oder 9 oder Pestizide der Verpackungsgruppe II oder III der Klasse 6.1 enthalten haben, unter den folgenden Bedingungen:

  • alle Öffnungen mit Ausnahme der Druckentlastungseinrichtungen (sofern ange­bracht) sind luftdicht verschlossen;
  • es wurden Maßnahmen getroffen, um unter normalen Beförderungsbedingungen ein Austreten des Inhalts zu verhindern, und die Ladung ist so auf Schlitten, in Verschlägen, in anderen Handhabungsvorrich­tungen oder auf dem Fahrzeug oder im Container befestigt, dass sie sich unter nor­malen Beförderungsbedingun­gen nicht lösen oder bewegen kann.

Diese Freistellung gilt nicht für ortsfeste Lagerbehälter, die desensibilisierte explosive Stoffe oder Stoffe, deren Beförderung nach dem ADR verboten ist, enthalten haben.

1.1.3.2 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von Gasen

Die Vorschriften des ADR gelten nicht für die Beförderung von:
a) Gasen, die in Brennstoffbehältern oder ‑flaschen von Fahrzeugen, mit denen eine Beförderung durchgeführt wird, enthalten sind und die zu deren Antrieb oder zum Betrieb einer ihrer Einrichtun­gen dienen, die während der Beförde­rung verwendet wird oder für die Ver­wendung während der Beförderung bestimmt ist (z.B. Kühlanlage).
Die Gase dürfen in festverbundenen Brennstoffbehältern oder -flaschen, die direkt an den Fahrzeugmotor und/oder an Zusatzeinrichtungen angeschlossen sind, oder in ortsbeweglichen Druckge­fäßen befördert werden, die den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
Der Gesamtfassungsraum der Brenn­stoffbehälter oder -flaschen einer Beför­derungseinheit, einschließlich des nach Unterabschnitt  1.1.3.3 a) zugelassenen, darf diejenige Energiemenge (MJ) oder Masse (kg) nicht überschreiten, die einem Energieäquivalent von 54000 MJ entspricht.
Der Gesamtfassungsraum darf nicht größer sein als:

  • 1080 kg für verflüssigtes Erdgas (LNG) und verdichtetes Erdgas (CNG);
  • 2250 Liter für Flüssiggas (LPG).

c) Gasen der Gruppen A und O (gemäß Unterabschnitt 2.2.2.1), wenn der Druck des Gases im Gefäß oder Tank  bei einer Temperatur von 20° C höchstens 200 kPa (2 bar) beträgt, und das Gas kein verflüssigtes oder tiefgekühlt verflüssigtes Gas ist. Das schließt jede Art von Gefäß oder Tank ein, z.B. auch Maschinen- und Apparateteile;
d) Gasen in Ausrüstungsteilen zum Betrieb des Fahrzeugs (z.B. Feuerlöscher), ein­schließlich in Ersatzteilen (z.B. gasgefüllte Fahrzeugreifen); diese Freistellung gilt auch für gasgefüllte Fahrzeugreifen, die als Ladung befördert werden;
e) Gasen in besonderen Einrichtungen von Fahrzeugen die für den Betrieb dieser besonderen Einrichtungen während der Beförderung erfor­derlich sind (Kühlapparate, Fischbehälter, Heizapparate, usw.) sowie Ersatzgefäße solcher Einrichtungen und ungereinigte leere Tauschgefäße, die in derselben Beförderungseinheit befördert werden;
f) Gasen, die in Nahrungsmitteln (ausgenommen UN 1950) einschließlich mit Kohlen­säure versetzten Getränken enthalten sind;
g) Gasen, die in zur Sportausübung vorgesehenen Bällen enthalten sind.

1.1.3.3 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von flüssigen Brennstoffen

Die Vorschriften der ADR gelten nicht für die Beförderung von:
a) In Behältern von Fahrzeugen, mit denen eine Beförderung durchgeführt wird,  enthaltenem  Brennstoff, der zu deren Antrieb oder zum Betrieb einer ihrer Einrichtungen dient, die während der Beförderung verwendet wird oder für die Verwendung während der Beförderung bestimmt ist.
Der Brennstoff darf in befestigten Brennstoffbehältern, die direkt mit dem Fahr­zeugmotor und/oder der Einrichtung verbunden sind und den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften entsprechen, oder in tragbaren Brennstoffbehältern  wie Kanistern befördert werden.
Der gesamte Fassungsraum der befes­tigten Behälter darf 1500 Liter je Beförde­rungseinheit und der Fassungsraum eines auf einem Anhänger befestigten Behälters darf 500 Liter nicht überschreiten. Je Beförderungseinheit dürfen höchstens 60 Liter in tragbaren Brennstoffbehältern  befördert werden. Diese Einschränkungen gelten nicht für Fahrzeuge von Einsatzkräften.

1.1.3.4 Freistellungen in Zusammenhang mit Sondervorschriften oder mit in begrenzten oder freigestellten Mengen verpackten gefährlichen Gütern

Die Beförderung bestimmter gefährlicher Güter wird durch gewisse Sondervorschriften des Kapitels 3.3 teilweise oder vollständig von den Vorschriften des ADR freigestellt. Diese Freistellung gilt, wenn unter der Eintragung der entsprechenden gefährlichen Güter in  Kapitel 3.2 Tabelle A  Spalte 6 die Sondervorschrift aufgeführt ist.

1.1.3.5 Freistellungen in Zusammenhang mit ungereinigten leeren Verpackungen

Ungereinigte leere Verpackungen, einschließlich Großpackmittel (IBC) und Großver­packungen, die Stoffe der  Klassen 2, 3,  4.1, 5.1,  6.1, 8 und  9 enthalten haben, unterliegen nicht den Vorschriften des ADR, wenn geeignete Maßnahmen ergriffen wurden, um mögliche  Gefahren auszuschließen.  Gefahren sind ausgeschlossen, wenn Maßnahmen zur Beseitigung der Gefahren der Klassen 1 bis 9 ergriffen wurden.

1.1.3.6 Freistellungen in Zusammenhang mit Mengen, die je Beförderungseinheit befördert werden

Im Sinne dieses Unterabschnittes werden gefährliche Güter der in Kapitel 3.2 Tabel­le A Spalte 15 angegebenen Beförderungs­kategorie 0, 1, 2, 3 oder 4 zugeordnet. Ungereinigte leere Verpackungen, die Stoffe enthalten haben, die der Beförderungskate­gorie «0» zugeordnet sind, werden ebenfalls der Beförderungskategorie «0» zugeordnet. Ungereinigte leere Verpackungen, die Stoffe enthalten haben, die anderen Beförderungs­kategorien als der Beförderungskatego­rie «0» zugeordnet sind, werden der Beförderungskategorie «4» zugeordnet.

1.1.3.7 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von  Einrichtungen zur Speicherung und Erzeugung elektrischer Energie

Die Vorschriften des ADR gelten nicht für Einrichtungen zur Speicherung und Erzeu­gung elektrischer Energie (z.B. Lithiumbatterien, elektrische Kondensatoren, asymmetri­sche Kondensatoren, Metallhydrid-Speichersysteme, Brennstoffzellen),
a) die in Fahrzeugen eingebaut sind, mit denen eine Beförderung durchgeführt wird, und die für deren Antrieb oder den Betrieb einer ihrer Einrichtungen dienen;
b) die in einem Gerät für dessen Betrieb enthalten sind, das während der Beförderung verwendet wird oder für  die Verwendung während der Beförderung bestimmt ist (z.B. tragbarer Rechner);

1.1.3.9 Freistellungen in Zusammenhang mit gefährlichen Gütern, die während der Beförderung als Kühl- oder Konditionierungsmittel verwendet werden

Gefährliche Güter, die nur erstickend sind (die den in der Atmosphäre normalerweise vorhandenen Sauerstoff verdünnen oder verdrängen), unterliegen bei Verwendung zu Kühl- oder Konditionierungszwecken in Fahrzeugen oder Containern nur den Vorschriften des Abschnitts 5.5.3

1.1.3.10 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von Leuchtmitteln, die gefährliche Güter enthalten

Folgende Leuchtmittel unterliegen nicht den Vorschriften des ADR, vorausgesetzt, sie enthalten keine radioaktiven Stoffe und sie enthalten kein Quecksilber in größeren als den in der Sondervorschrift 366 des Kapitels 3.3 festgelegten Mengen:
a) Leuchtmittel, die direkt von Privatpersonen und Haushalten gesammelt werden, wenn sie zu einer Sammelstelle oder Recyclingeinrichtung befördert werden;
b) Leuchtmittel, die jeweils höchstens 1 g gefährliche Güter enthalten und so verpackt sind, dass in einem Versandstück höchstens 30 g gefährliche Güter enthalten sind, vorausgesetzt:

  • die Leuchtmittel sind nach einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem her­gestellt;
  • jedes Leuchtmittel ist zum Schutz entweder einzeln in Innenverpackungen verpackt, durch Unterteilungen abgetrennt oder mit Polstermaterial umgeben und in widerstandsfähige Außenverpackungen verpackt, die den allgemeinen Vorschriften des Unterabschnitts 4.1.1.1 entsprechen und in der Lage sind, eine Fallprüfung aus 1,2 m Höhe zu bestehen;

c) gebrauchte, beschädigte oder defekte Leuchtmittel, die jeweils höchstens 1 g gefähr­liche Güter enthalten, mit höchstens 30 g gefährliche Güter je Versandstück, wenn sie von einer Sammelstelle oder Recyclingeinrichtung befördert werden. Die Leuchtmittel müssen in Außenverpackungen verpackt sein, die ausreichend widerstandsfähig sind, um unter normalen Beförderungsbedingungen das Austreten des Inhalts zu verhindern, die den allgemeinen Vorschriften des Unterabschnitts  4.1.1.1 entsprechen und die in der Lage sind, eine Fallprüfung aus mindestens 1,2 m Höhe zu bestehen;
d) Leuchtmittel, die nur Gase der Gruppen A und O (gemäß Unterabschnitt 2.2.2.1) enthalten, vorausgesetzt, diese sind so verpackt, dass die durch ein Zubruchgehen des Leuchtmittels verursachte Splitterwirkung auf das Innere des Versandstücks begrenzt bleibt.


RID

Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter

Règlement concernant le transport international ferroviaire de marchandises Dangereuses

Link zu Gesetzestexten.

1.1.2 Geltungsbereich

Im Sinne von Artikel 1 des Anhanges C legt das RID fest:
a) die gefährlichen Güter, deren internationale Beförderung ausgeschlossen ist;
b) die gefährlichen Güter, deren internationale Beförderung zulässig ist und die für diese Güter geltenden Vorschriften (einschließlich der Freistellungen), insbesondere hin­sichtlich:

  • der Zuordnung (Klassifizierung) der Güter, einschließlich der Zuordnungskriterien und der diesbezüglichen Prüfverfahren;
  • der Verwendung von Verpackungen (einschließlich Zusammenpackung);
  • der Verwendung von Tanks (einschließlich ihrer Befüllung);
  • der Verfahren beim Versand (einschließlich der Kennzeichnung und Bezettelung der Versandstücke, das Anbringen von Großzetteln (Placards) auf Beförderungs­mitteln und die Kennzeichnung der Beförderungsmittel sowie der Dokumentation und der vorgeschriebenen Angaben und Vermerke);
  • der Vorschriften über den Bau, die Prüfung und Zulassung der Verpackungen und Tanks;
  • der Verwendung von Beförderungsmitteln (einschließlich der Beladung, Zusam­menladung und Entladung). Für die Beförderungen im Sinne des RID gelten außer dem Anhang C auch die auf sie anwendbaren Vorschriften der übrigen Anhänge des COTIF, insbesondere jene des Anhanges B bei Beförderungen aufgrund eines Beförderungsvertrags.

Für die Beförderung gefähr­licher Güter als Handgepäck, Reisegepäck oder in oder auf Fahrzeugen gemäß Artikel 5 § 1 b) des Anhangs C gelten nur die Vorschriften in Unterabschnitt 1.1.3.8.

1.1.3 Freistellungen

1.1.3.1 Freistellungen in Zusammenhang mit der Art der Beförderungsdurchführung

Die Vorschriften des RID gelten nicht für:
a) Beförderungen gefährlicher Güter, die von Privatpersonen durchgeführt werden, sofern diese Güter einzelhandelsgerecht abgepackt sind und für den persönlichen oder häuslichen Gebrauch oder für Freizeit und Sport bestimmt sind, vorausgesetzt, es werden Maßnahmen getroffen, die unter normalen Beförderungsbedingungen ein Freiwerden des Inhalts verhindern.  Wenn diese Güter entzündbare flüssige Stoffe sind, die in wiederbefüllbaren Behältern befördert werden, welche durch oder für Privatpersonen befüllt werden, darf die Gesamtmenge 60 Liter je Behälter nicht überschreiten. Gefährliche Güter in Großpackmitteln (IBC), Groß­verpackungen oder Tanks gelten nicht als einzelhandelsgerecht verpackt.
c) Beförderungen, die von Unternehmen in Verbindung mit ihrer Haupttätigkeit durchgeführt werden, wie Lieferungen für oder Rücklieferungen von Baustellen im Hoch- und Tiefbau oder im Zusammenhang mit Messungen, Reparatur- und Wartungsarbeiten in Mengen, die 450 Liter je Verpackung, einschließlich Großpackmittel (IBC) und Großverpackungen, und die Höchstmengen gemäß Unterabschnitt 1.1.3.6 nicht überschreiten. Es sind Maßnahmen zu treffen, die unter normalen Beför­derungsbedingungen ein Freiwerden des Inhalts verhindern. Diese Freistellungen gelten nicht für die Klasse 7. Beförderungen, die von solchen Unternehmen zu ihrer internen oder externen Versorgung durchgeführt werden, fallen jedoch nicht unter diese Ausnahmeregelung;
d) Beförderungen, die von den für Notfallmaßnahmen zuständigen Behörden oder unter deren Überwachung durchgeführt werden, soweit diese im Zusammenhang mit Not­fallmaßnahmen erforderlich sind, insbesondere Beförderungen, die durchgeführt werden, um die bei einem Zwischenfall oder Unfall betroffenen gefährlichen Güter einzu­dämmen, aufzunehmen und zu einem nahen geeigneten sicheren Ort zu verbringen;
e) Notfallbeförderungen zur Rettung menschlichen Lebens oder zum Schutz der Umwelt, vorausgesetzt, es werden alle Maßnahmen zur völlig sicheren Durchführung dieser Beförderungen getroffen;
f) die Beförderung ungereinigter leerer ortsfester Lagerbehälter, die Gase der Klasse 2 Gruppe A, O oder F, Stoffe der Verpackungsgruppe II oder III der Klasse 3oder 9 oder Pestizide der Verpackungsgruppe II oder III der Klasse 6.1 enthalten haben, unter den folgenden Bedingungen:

  • alle Öffnungen mit Ausnahme der Druckentlastungseinrichtungen (sofern ange­bracht) sind luftdicht verschlossen;
  • es wurden Maßnahmen getroffen, um unter normalen Beförderungsbedingungen ein Austreten des Inhalts zu verhindern, und die Ladung ist so auf Schlitten, in Verschlägen, in anderen Handhabungsvorrich­tungen oder auf dem Wagen oder im Container befestigt, dass sie sich unter nor­malen Beförderungsbedingun­gen nicht lösen oder bewegen kann.

Diese Freistellung gilt nicht für ortsfeste Lagerbehälter, die desensibilisierte explosive Stoffe oder Stoffe, deren Beförderung nach dem ADR verboten ist, enthalten haben.

1.1.3.2 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von Gasen

Die Vorschriften des RID gelten nicht für die Beförderung von:
a) Gasen, die in  Brennstoffbehältern oder -flaschen von Eisenbahnfahrzeugen, mit denen eine Beförderung durchgeführt wird, enthalten sind und die zu deren Antrieb oder zum Betrieb einer ihrer Einrichtungen dienen, die während der Beförderung verwendet wird oder für die Verwendung während der Beförderung bestimmt ist (z.B. Kühleinrichtungen);
c) Gasen der Gruppen A und O (gemäß Unterabschnitt 2.2.2.1), wenn der Druck des Gases im Gefäß oder Tank  bei einer Temperatur von 20° C höchstens 200 kPa (2 bar) beträgt, und das Gas kein verflüssigtes oder tiefgekühlt verflüssigtes Gas ist. Das schließt jede Art von Gefäß oder Tank ein, z.B. auch Maschinen- und Apparateteile;
d) Gasen in Ausrüstungsteilen zum Betrieb des Fahrzeugs (z.B. Feuerlöscher), ein­schließlich in Ersatzteilen (z.B. gasgefüllte Fahrzeugreifen); diese Freistellung gilt auch für gasgefüllte Fahrzeugreifen, die als Ladung befördert werden;d)
e) Gasen in besonderen Einrichtungen von Wagen oder von als Ladung beförderten Fahrzeugen, die für den Betrieb dieser besonderen Einrichtungen während der Beförderung erfor­derlich sind (Kühlapparate, Fischbehälter, Heizapparate, usw.) sowie Ersatzgefäße solcher Einrichtungen und ungereinigte leere Tauschgefäße, die in demselben Wagen oder Fahrzeug befördert werden;
f) Gasen, die in Nahrungsmitteln (ausgenommen UN 1950) einschließlich mit Kohlen­säure versetzten Getränken enthalten sind;
g) Gasen, die in zur Sportausübung vorgesehenen Bällen enthalten sind.

1.1.3.3 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von flüssigen Brennstoffen

Die Vorschriften des RID gelten nicht für die Beförderung von:
a) In Behältern von Eisenbahnfahrzeugen, mit denen eine Beförderung durchgeführt wird,  enthaltenem  Brennstoff, der zu deren Antrieb oder zum Betrieb einer ihrer Einrichtungen dient, die während der Beförderung verwendet wird oder für die Verwendung während der Beförderung bestimmt ist (z.B. Kühleinrichtungen).

1.1.3.4 Freistellungen in Zusammenhang mit Sondervorschriften oder mit in begrenzten oder freigestellten Mengen verpackten gefährlichen Gütern

Die Beförderung bestimmter gefährlicher Güter wird durch gewisse Sondervorschriften des Kapitels 3.3 teilweise oder vollständig von den Vorschriften des ADR freigestellt. Diese Freistellung gilt, wenn unter der Eintragung der entsprechenden gefährlichen Güter in  Kapitel 3.2 Tabelle A  Spalte 6 die Sondervorschrift aufgeführt ist.

1.1.3.5 Freistellungen in Zusammenhang mit ungereinigten leeren Verpackungen

Ungereinigte leere Verpackungen, einschließlich Großpackmittel (IBC) und Großver­packungen, die Stoffe der  Klassen 2, 3,  4.1, 5.1,  6.1, 8 und  9 enthalten haben, unterliegen nicht den Vorschriften des ADR, wenn geeignete Maßnahmen ergriffen wurden, um mögliche  Gefahren auszuschließen.  Gefahren sind ausgeschlossen, wenn Maßnahmen zur Beseitigung der Gefahren der Klassen 1 bis 9 ergriffen wurden.

1.1.3.6 Höchstzulässige Gesamtmenge je Wagen oder Großcontainer

Siehe 1.1.3.1

1.1.3.7 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von  Einrichtungen zur Speicherung und Erzeugung elektrischer Energie

Die Vorschriften des RID gelten nicht für Einrichtungen zur Speicherung und Erzeu­gung elektrischer Energie (z.B. Lithiumbatterien, elektrische Kondensatoren, asymmetri­sche Kondensatoren, Metallhydrid-Speichersysteme, Brennstoffzellen),
a) die in Eisenbahnfahrzeugen eingebaut sind, mit denen eine Beförderung durchgeführt wird, und die für deren Antrieb oder den Betrieb einer ihrer Einrichtungen dienen;
b) die in einem Gerät für dessen Betrieb enthalten sind, das während der Beförderung verwendet wird oder für  die Verwendung während der Beförderung bestimmt ist (z.B. tragbarer Rechner);

1.1.3.9 Freistellungen in Zusammenhang mit gefährlichen Gütern, die während der Beförderung als Kühl- oder Konditionierungsmittel verwendet werden

Gefährliche Güter, die nur erstickend sind (die den in der Atmosphäre normalerweise vorhandenen Sauerstoff verdünnen oder verdrängen), unterliegen bei Verwendung zu Kühl- oder Konditionierungszwecken in Fahrzeugen oder Containern nur den Vorschriften des Abschnitts 5.5.3

1.1.3.10 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von Leuchtmitteln, die gefährliche Güter enthalten

Folgende Leuchtmittel unterliegen nicht den Vorschriften des ADR, vorausgesetzt, sie enthalten keine radioaktiven Stoffe und sie enthalten kein Quecksilber in größeren als den in der Sondervorschrift 366 des Kapitels 3.3 festgelegten Mengen:
a) Leuchtmittel, die direkt von Privatpersonen und Haushalten gesammelt werden, wenn sie zu einer Sammelstelle oder Recyclingeinrichtung befördert werden;

  • die Leuchtmittel sind nach einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem her­gestellt;
  • jedes Leuchtmittel ist zum Schutz entweder einzeln in Innenverpackungen verpackt, durch Unterteilungen abgetrennt oder mit Polstermaterial umgeben und in widerstandsfähige Außenverpackungen verpackt, die den allgemeinen Vorschriften des Unterabschnitts 4.1.1.1 entsprechen und in der Lage sind, eine Fallprüfung aus 1,2 m Höhe zu bestehen;

c) gebrauchte, beschädigte oder defekte Leuchtmittel, die jeweils höchstens 1 g gefähr­liche Güter enthalten, mit höchstens 30 g gefährliche Güter je Versandstück, wenn sie von einer Sammelstelle oder Recyclingeinrichtung befördert werden. Die Leuchtmittel müssen in Außenverpackungen verpackt sein, die ausreichend widerstandsfähig sind, um unter normalen Beförderungsbedingungen das Austreten des Inhalts zu verhindern, die den allgemeinen Vorschriften des Unterabschnitts  4.1.1.1 entsprechen und die in der Lage sind, eine Fallprüfung aus mindestens 1,2 m Höhe zu bestehen;
d) Leuchtmittel, die nur Gase der Gruppen A und O (gemäß Unterabschnitt 2.2.2.1) enthalten, vorausgesetzt, diese sind so verpackt, dass die durch ein Zubruchgehen des Leuchtmittels verursachte Splitterwirkung auf das Innere des Versandstücks begrenzt bleibt.


ADN

Vereinbarungen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf Binnenwasserstrassen in Europa

Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par voies de navigation intérieure

Link zu Gesetzestexten.

1.1.2 Geltungsbereich

Im Sinne von Artikel 2 Absatz 2a und von Artikel 4 des ADN legt die beigefügte Verordnung fest:
a) die gefährlichen Güter, deren internationale Beförderung ausgeschlossen ist;
b) die gefährlichen Güter, deren internationale Beförderung zulässig ist und die für diese Güter geltenden Vorschriften (einschließlich der Freistellungen), insbesondere hinsichtlich:

  • der Zuordnung (Klassifizierung) der Güter, einschließlich der Zuordnungskriterien und der diesbezüglichen Prüfverfahren;
  • der Verwendung von Verpackungen (einschließlich Zusammenpackung);
  • der Verwendung von Tanks (einschließlich ihrer Befüllung);
  • der Verfahren beim Versand (einschließlich der Kennzeichnung und Bezettelung der Ver­sandstücke, das Anbringen von Großzetteln (Placards) auf verladenen Fahrzeugen oder Wagen und die Kennzeichnung der Schiffe sowie der Dokumente und der vorgeschriebenen Angaben und Vermerke);
  • der Vorschriften über den Bau, die Prüfung und Zulassung der Verpackungen und Tanks;
  • der Verwendung von Beförderungsmitteln (einschließlich der Beladung, Zusammenladung und Entladung).

Im Sinne von Artikel 5 des ADN legt Abschnitt 1.1.3 dieser Verordnung fest, in welchen Fällen die Beförderung von gefährlichen Gütern ganz oder teilweise von den Beförderungsbedingungen des ADN befreit sind.
Die Vorschriften des ADN gelten auch für die leeren oder entladenen Schiffe, solange die Laderäume, die Ladetanks oder die an Bord zugelassenen Behälter nicht frei von gefährlichen Gütern oder Gasen sind, sofern in Ab­schnitt 1.1.3 dieser Verordnung keine Freistellungen vorgesehen sind.

1.1.3 Freistellungen

1.1.3.1 Freistellungen in Zusammenhang mit der Art der Beförderungsdurchführung

Die Vorschriften des ADN gelten nicht für:
a) Beförderungen gefährlicher Güter, die von Privatpersonen durchgeführt werden, sofern diese Güter einzelhandelsgerecht abgepackt sind und für den persönlichen oder häuslichen Gebrauch oder für Freizeit und Sport bestimmt sind, vorausgesetzt, es werden Maßnahmen getroffen, die unter normalen Beförderungsbedingungen ein Freiwerden des Inhalts verhindern. Wenn diese Güter entzündbare flüssige Stoffe sind, die in wiederbefüllbaren Behältern befördert werden, welche durch oder für Privatpersonen befüllt werden, darf die Gesamtmenge 60 Liter je Behälter und 240 Liter je CTU nicht überschreiten. Gefährliche Güter in Großpackmitteln (IBC), Großverpackungen oder Tanks gelten nicht als einzelhandelsgerecht verpackt;
c) Beförderungen, die von Unternehmen in Verbindung mit ihrer Haupttätigkeit durchgeführt werden, wie Lieferungen für oder Rücklieferungen von Baustellen im Hoch- und Tiefbau, 
oder im Zusammenhang mit Messungen, Reparatur- und Wartungsarbeiten in Mengen, die 450 Liter je Verpackung  , einschließlich Großpackmittel (IBC) und Großverpackungen, und die Höchstmengen gemäß Unterabschnitt  1.1.3.6 nicht überschreiten. Es sind Maßnahmen zu treffen, die unter normalen Beförderungsbedingungen ein Freiwerden des Inhalts verhindern. Diese Freistellungen gelten nicht für die Klasse 7.
Beförderungen, die von solchen Unternehmen zu ihrer internen oder externen Versorgung durchgeführt werden, fallen jedoch nicht unter diese Ausnahmeregelung;
d) Beförderungen, die von Einsatzkräften oder unter deren Überwachung durchgeführt werden, soweit diese im Zusammenhang mit Notfallmaßnahmen erforderlich sind, insbesondere Be­förderungen, die durchgeführt werden, um die bei einem Zwischenfall oder Unfall betroffenen gefährlichen Güter einzudämmen, aufzunehmen und zu einem sicheren Ort zu verbringen;
e) Notfallbeförderungen unter Aufsicht der zuständigen Behörden zur Rettung menschlichen Lebens oder zum Schutz der Umwelt, vorausgesetzt, es werden alle Maßnahmen zur völlig sicheren Durchführung dieser Beförderungen getroffen.
f) die Beförderung ungereinigter leerer ortsfester Lagerbehälter, die Gase der Klasse 2 Gruppe A, O oder F, Stoffe der Verpackungsgruppe II oder III der Klasse 3 oder 9 oder Pestizide der Verpackungsgruppe II oder III der Klasse 6.1 enthalten haben, unter den folgenden Bedin­gungen:

  • alle Öffnungen mit Ausnahme der Druckentlastungseinrichtungen (sofern angebracht) sind luftdicht verschlossen;
  • es wurden Maßnahmen getroffen, um unter normalen Beförderungsbedingungen ein Aus­treten des Inhalts zu verhindern, und
  • die Ladung ist so auf Schlitten, in Verschlägen, in anderen Handhabungsvorrichtungen oder auf dem Fahrzeug, im Container oder im Schiff befestigt, dass sie sich unter normalen Beförderungsbedingungen nicht lösen oder bewegen kann.

Diese Freistellung gilt nicht für ortsfeste Lagerbehälter, die desensibilisierte explosive Stoffe oder Stoffe, deren Beförderung nach dem ADN verboten ist, enthalten haben.

1.1.3.2 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von Gasen

Die Vorschriften des ADN gelten nicht für die Beförderung von:
c) Gasen der Gruppen A und O (gemäß Unterabschnitt 2.2.2.1 ), wenn der Druck des Gases im Gefäß oder Tank bei einer Temperatur von 20°C höchstens 200 kPa (2 bar) beträgt und das Gas kein verflüssigtes oder tiefgekühlt verflüssigtes Gas ist. Das schließt jede Art von Gefäß oder Tank ein, z.B. auch Maschinen- und Apparateteile;
d) Gasen in Ausrüstungsteilen zum Betrieb des Schiffes (z.B. Feuerlöscher), einschließlich in Ersatzteilen;
f) Gasen, die in Nahrungsmitteln (ausgenommen UN 1950) einschließlich mit Kohlensäure versetzten Getränken enthalten sind;
g) Gasen, die in zur Sportausübung vorgesehenen Bällen enthalten sind.

1.1.3.3 Freistellungen in Zusammenhang mit gefährlichen Gütern, für den Antrieb der Schiffe oder der beförderten Fahrzeuge, Wagen oder mobilen Maschinen und Geräte, zum Betrieb ihrer besonderen Ausrüstung, für die Wartung oder der Aufrechterhaltung der Sicherheit

Die Bestimmungen des ADN gelten nicht für gefährliche Güter, die

  • für den Antrieb der Schiffe oder der beförderten Fahrzeuge oder Wagen oder mobile Maschinen und Geräte,
  • für die Wartung der Schiffe,
  • für den Betrieb oder die Wartung ihrer fest eingebauten besonderen Ausrüstung,
  • für den Betrieb oder die Wartung ihrer mobilen besonderen Ausrüstung, die während der Beförderung verwendet wird oder für den Gebrauch während der Beförderung bestimmt ist, oder
  • für die Aufrechterhaltung der Sicherheit

verwendet werden, und an Bord in den für diese Verwendung vorgesehenen Verpackungen, Behältern oder Tanks mitgeführt werden.verwendet werden,

1.1.3.4 Freistellungen in Zusammenhang mit Sondervorschriften oder mit in begrenzten oder freigestellten Mengen verpackten gefährlichen Gütern

Die Beförderung bestimmter gefährlicher Güter wird durch gewisse Sondervorschriften des Kapitel 3.3 teilweise oder vollständig von den Vorschriften des ADN freigestellt. Diese Freistellung gilt, wenn unter der Eintragung der entsprechenden gefährlichen Güter in Kapitel 3.2, Tabelle A, Spalte 6 die Sondervorschrift aufgeführt ist.

1.1.3.5 Freistellungen in Zusammenhang mit ungereinigten leeren Verpackungen

Ungereinigte leere Verpackungen, einschließlich Großpackmittel (IBC) und Großverpackungen, die Stoffe der Klassen 2, 3, 4.1, 5.1, 6.1, 8 und 9 enthalten haben, unterliegen nicht den Vor­schriften des ADN, wenn geeignete Maßnahmen ergriffen wurden, um mögliche  Gefahren auszuschließen.  Gefahren sind ausgeschlossen, wenn Maßnahmen zur Beseitigung der Gefahren der Klassen 1 bis 9 ergriffen wurden.

1.1.3.6 Freistellungen in Zusammenhang mit den an Bord von Schiffen beförderten Mengen

a) Bei der Beförderung von gefährlichen Gütern in Versandstücken gelten die Vorschriften des ADN mit Ausnahme von Absatz 1.1.3.6.2 nicht, wenn die Bruttomasse aller beförderten gefährlichen Güter insgesamt 3 000 kg nicht überschreitet. Dies gilt nicht:

  1. für Stoffe oder Gegenstände der Klasse 1 
  2. für Stoffe der Klasse 2 Gruppe T, F, TF, TC, TO, TFC oder TOC gemäß Absatz 2.2.2.1.3 und für Druckgaspackungen der Gruppen C, CO, F, FC, T, TF, TC, TO, TFC und TOC gemäß Absatz 2.2.2.1.6,
  3. für Stoffe der Klasse 4.1 oder 5.2, für die in Kapitel 3.2 Tabelle A Spalte 5 ein Gefahrzettel nach Muster 1 vorgeschrieben ist;
  4. für Stoffe der Klasse 6.2 der Kategorie „A“,
  5. für Stoffe der Klasse 7, mit Ausnahme  der UN-Nummern  2908,  2909,  2910und  2911,
  6. für Stoffe, die der Verpackungsgruppe I zugeordnet sind, und
  7. für Stoffe, die in Tanks befördert werden.

b) Bei der Beförderung von gefährlichen Gütern in Versandstücken, ausgenommen Tanks, gelten die Vorschriften des ADN mit Ausnahme von Absatz  1.1.3.6.2 nicht, wenn

  • Stoffe der Klasse 2 Gruppe F gemäß Absatz 2.2.2.1.3 oder Druckgaspackungen der Gruppe F gemäß Absatz 2.2.2.1.6 und
  • Stoffe, die der Verpackungsgruppe I, mit Ausnahme von Stoffen der Klasse 6.1, zugeordnet sind,

befördert werden und die Gesamtbruttomasse dieser Güter 300 kg nicht überschreitet.

1.1.3.7 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von Einrichtungen zur Speicherung und Erzeugung elektrischer Energie

Die Vorschriften des ADN gelten nicht für Einrichtungen zur Speicherung und Erzeu­gung elektrischer Energie (z.B. Lithiumbatterien, elektrische Kondensatoren, asymmetri­sche Kondensatoren, Metallhydrid-Speichersysteme, Brennstoffzellen),
a) die in Beförderungsmitteln eingebaut sind, mit denen eine Beförderung durchgeführt wird, und die für deren Antrieb oder den Betrieb einer ihrer Einrichtungen dienen;
b) die in einem Gerät für dessen Betrieb enthalten sind, das während der Beförderung verwendet wird oder für  die Verwendung während der Beförderung bestimmt ist (z.B. tragbarer Rechner);

1.1.3.9 Freistellungen in Zusammenhang mit gefährlichen Gütern, die während der Beförderung als Kühl- oder Konditionierungsmittel verwendet werden

Gefährliche Güter, die nur erstickend sind (die den in der Atmosphäre normalerweise vorhandenen Sauerstoff verdünnen oder verdrängen), unterliegen bei Verwendung zu Kühl- oder Konditionierungszwecken in Fahrzeugen oder Containern nur den Vorschriften des Abschnitts 5.5.3

1.1.3.10 Freistellungen in Zusammenhang mit der Beförderung von Leuchtmitteln, die gefährliche Güter enthalten

Folgende Leuchtmittel unterliegen nicht den Vorschriften des ADR, vorausgesetzt, sie enthalten keine radioaktiven Stoffe und sie enthalten kein Quecksilber in größeren als den in der Sondervorschrift 366 des Kapitels 3.3 festgelegten Mengen:
a) Leuchtmittel, die direkt von Privatpersonen und Haushalten gesammelt werden, wenn sie zu einer Sammelstelle oder Recyclingeinrichtung befördert werden;
b) Leuchtmittel, die jeweils höchstens 1 g gefährliche Güter enthalten und so verpackt sind, dass in einem Versandstück höchstens 30 g gefährliche Güter enthalten sind, vorausgesetzt:

  • die Leuchtmittel sind nach einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem her­gestellt;
  • jedes Leuchtmittel ist zum Schutz entweder einzeln in Innenverpackungen verpackt, durch Unterteilungen abgetrennt oder mit Polstermaterial umgeben und in widerstandsfähige Außenverpackungen verpackt, die den allgemeinen Vorschriften des Unterabschnitts 4.1.1.1 entsprechen und in der Lage sind, eine Fallprüfung aus 1,2 m Höhe zu bestehen;

c) gebrauchte, beschädigte oder defekte Leuchtmittel, die jeweils höchstens 1 g gefähr­liche Güter enthalten, mit höchstens 30 g gefährliche Güter je Versandstück, wenn sie von einer Sammelstelle oder Recyclingeinrichtung befördert werden. Die Leuchtmittel müssen in Außenverpackungen verpackt sein, die ausreichend widerstandsfähig sind, um unter normalen Beförderungsbedingungen das Austreten des Inhalts zu verhindern, die den allgemeinen Vorschriften des Unterabschnitts  4.1.1.1 entsprechen und die in der Lage sind, eine Fallprüfung aus mindestens 1,2 m Höhe zu bestehen;
d) Leuchtmittel, die nur Gase der Gruppen A und O (gemäß Unterabschnitt 2.2.2.1) enthalten, vorausgesetzt, diese sind so verpackt, dass die durch ein Zubruchgehen des Leuchtmittels verursachte Splitterwirkung auf das Innere des Versandstücks begrenzt bleibt.


IMO – IMDG CODE

Internationale Schifffahrtsorganisation
Gefahrgut-Codex der Internationalen Schifffahrt

International Maritime Organization
International Maritime Dangerous Goods Code

Link zu Gesetzestexten.

Das Internationale Übereinkommen von 1974 zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS) regelt zahlreiche Aspekte der Sicherheit im Seeverkehr. Die Beförderung gefährlicher Güter ist verboten, sofern sie nicht in Übereinstimmung mit den International Maritime Dangerous Goods Code (IMDG-Code) sind.

Das Internationale Übereinkommen von 1973 zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL 73/78) regelt zahlreiche Aspekte der Verhütung der Meeresverschmutzung. Regel 1‌(2) verbietet die Beförderung von Schadstoffen mit Seeschiffen, sofern sie nicht nach den den IMDG-Code transportiert werden.

1.1.1 Anwendung und Umsetzung des Codes

Die Vorschriften dieses Codes sind anzuwenden auf alle Schiffe, auf die das Internationale Übereinkommen von 1974  zum Schutz des menschlichen Lebens auf See in der jeweils geltenden Fassung Anwendung findet und die gefährliche  Güter gemäß Begriffsbestimmung nach Kapitel VII Teil A Regel 1 dieses Übereinkommens befördern.

Die Vorschriften der Regel II-2/19 finden Anwendung auf Fahrgastschiffe und auf Frachtschiffe, die an oder nach dem  1. Juli 2002 gebaut werden. Die Vorschriften der Regel II-2/54 von SOLAS 1974 in der jeweils geänderten Fassung (siehe II-2/1.2)  finden Anwendung auf
a) Fahrgastschiffe, die an oder nach dem 1. September 1984, jedoch vor dem 1. Juli 2002, oder
b) Frachtschiffe mit einem Bruttoraumgehalt von 500 RT oder darüber, die an oder nach dem 1. September 1984,  jedoch vor dem 1. Juli 2002, oder
c) Frachtschiffe mit einem Bruttoraumgehalt von weniger als 500 RT, die an oder nach dem 1. Februar 1992, jedoch vor dem 1. Juli 2002 gebaut wurden.

Den Vertragsregierungen wird empfohlen, dass sie die Anwendung dieser Vorschriften soweit wie möglich auf Frachtschiffe mit einem Bruttoraumgehalt von weniger als 500 RT, die an oder nach dem 1. September 1984 und vor dem 1. Februar 1992 gebaut wurden, ausdehnen.

Alle Schiffe, ungeachtet des Typs und der Größe, die Stoffe und Gegenstände befördern, die in diesem Code als Meeresschadstoffe gekennzeichnet sind, unterliegen den Vorschriften dieses Codes.

1.1.1.6 Anwendung von Normen

Wenn die Anwendung einer Norm vorgeschrieben ist und ein Widerspruch zwischen der Norm und den Vorschriften dieses Codes besteht, haben die Vorschriften dieses Codes Vorrang.  Die Anforderungen der Norm, die nicht in Widerspruch zu den Vorschriften dieses Codes stehen, müssen wie festgelegt angewendet werden, einschließlich Anforderungen einer anderen Norm oder von Teilen einer Norm, auf die in dieser Norm normativ verwiesen wird.

1.1.1.7 Beförderung von gefährlichen Gütern, die als Kühl- oder Konditionierungsmittel verwendet werden

Gefährliche Güter, die nur erstickend sind (die den in der Atmosphäre normalerweise vorhandenen Sauerstoff verdünnen oder verdrängen), unterliegen bei Verwendung zu Kühl- oder Konditionierungszwecken in Güterbeförderungseinheiten nur den Vorschriften des Abschnitts 5.5.3.

1.1.1.8 Meldung von Verstössen

Hat eine zuständige Behörde Anlass zu der Annahme, dass die Sicherheit der Beförderung gefährlicher Güter in Folge schwerwiegender oder wiederholter Verstöße gegen diesen Code durch ein Unternehmen mit Sitz im Gebiet einer anderen zuständigen Behörde gefährdet ist, sollen diese Verstöße gegebenfalls dieser zuständigen Behörde gemeldet werden.

1.1.1.9 Leuchtmittel, die gefährliche Güter enthalten

Folgende Leuchtmittel unterliegen nicht den Vorschriften dieses Codes, vorausgesetzt, sie enthalten keine radioaktiven Stoffe und sie enthalten kein Quecksilber in größeren als den in der Sondervorschrift 366 des Kapitels 3.3 festgelegten Mengen:
a) Leuchtmittel, die direkt von Privatpersonen und Haushalten gesammelt werden, wenn sie zu einer Sammelstelle oder Recyclingeinrichtung befördert werden;
b )Leuchtmittel, die jeweils höchstens 1 g gefährliche Güter enthalten und so verpackt sind, dass in einem Versandstück höchstens 30 g gefährliche Güter enthalten sind, vorausgesetzt:

  • die Leuchtmittel sind nach einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem hergestellt;
  • jedes Leuchtmittel ist zum Schutz entweder einzeln in Innenverpackungen verpackt, durch Unterteilungen abgetrennt oder mit Polstermaterial umgeben und in widerstandsfähige Außenverpackungen verpackt, die den allgemeinen Vorschriften in 4.1.1.1 entsprechen und in der Lage sind, eine Fallprüfung aus 1,2 m Höhe zu bestehen;

c) gebrauchte, beschädigte oder defekte Leuchtmittel, die jeweils höchstens 1 g gefährliche Güter enthalten, mit höchstens 30 g gefährliche Güter je Versandstück, wenn sie von einer Sammelstelle oder Recyclingeinrichtung befördert werden. Die Leuchtmittel müssen in Außenverpackungen verpackt sein, die ausreichend widerstandsfähig sind, um unter normalen Beförderungsbedingungen das Austreten des Inhalts zu verhindern, die den allgemeinen Vorschriften in 4.1.1.1 entsprechen und die in der Lage sind, eine Fallprüfung aus mindestens 1,2 m Höhe zu bestehen;
d) Leuchtmittel, die nur Gase der Klasse 2.2 (gemäß  2.2.2.2) enthalten, vorausgesetzt, diese sind so verpackt, dass die durch ein Zubruchgehen des Leuchtmittels verursachte Splitterwirkung auf das Innere des Versandstücks begrenzt bleibt.


IATA DGR & ICAO IT

Internationale Luftverkehrsvereinigung
Gefahrgutvorschriften

International Air Transport Association
Dangerous Goods Regulations

Internationale Zivilluftfahrt-Organisation
Technische Anweisungen

International Civil Aviation Organization
Technical Instructions
For The Safe Transport of Dangerous Goods by Air

Link zu Gesetzestexten.

Zweck der Gefahrgutvorschriften

Die IATA Gefahrgutvorschriften werden von der IATA in Zusammenarbeit mit der ICAO herausgegeben, um Versendern und Luftfahrtunternehmen Verfahren anzubieten nach denen Gegenstände und Stoffe mit gefährlichen Eigenschaften sicher beim Luft im gewerblichen Luftverkehr befördert werden können. Die IATA-DGR-Bestimmungen sehen vor, welche Gefahrgüter im Luftverkehr versendet werden dürfen, sowie welche Menge pro Versandstück nicht überschritten werden darf. Außerdem ist festgelegt welche Verpackung für gefährliche Güter verwendet werden darf.

Bestimmte verschiedene Stoffe dürfen nicht zusammen in einem Versandstück versendet werden. Des Weiteren ist zu beachten, dass einige Güter nur per Frachtflugzeug (Cargo Aircraft Only) und nicht per Passagierflugzeug versendet werden dürfen – für beide Flugzeugarten gibt es meistens unterschiedliche Maximalmengen der Gefahrgüter.

Zusätzlich, dass die Versandstücke mit Gefahrsymbolen und sonstigen Markierungen gekennzeichnet sein müssen, muss der Versender eine Versendererklärung (Shipper’s Declaration) ausfüllen. Informationen darauf haben auf Englisch zu sein und die Reihenfolge und Angaben sind auch vorgeschrieben. Oft muss eine 24h-Notfallnummer angegeben werden.

Die IATA-DGR regeln auch, inwiefern und wie gefährliche Güter generell im Flugzeug mitgeführt werden dürfen.

Die IATA-DGR übernehmen die von der ICAO herausgegebenen TI – Technical Instructions For The Safe Transport of Dangerous Goods by Air. Ausserdem ermöglichen die IATA-DGR allen Staaten und Airlines die Möglichkeit, spezielle Bestimmungen, Verschärfungen der allgemein geltenden Bestimmungen und Bedingungen festzulegen.

Die IATA-DGR werden in einem jährlich aktualisiert. Versender von Gefahrgut müssen IATA-DGR geschult sein. Verstöße haben strafrechtliche Folgen. Bei Verstößen gibt es eine Meldepflicht gegenüber der AUSTRO CONROL oder anderen, der jeweiligen Regierung des Landes im dem der Verstoss festgestellt wurde, unterstellen Behörden.

In diesem Zusammenhang übernehmen wir die Erstellung der notwendigen Papiere und die Verpackung der gefährlichen Gütern. Als Verpackungsmaterial empfehlen wir die GBOX, die geprüfte Verpackungen von Alex Breuer GmbH Industrieverpackungen. Die ALEX BREUER GmbH ist Ihr leistungsstarker und zuverlässiger Lieferant für Gefahrgutverpackungen. Als Absender, Verpacker, Verlader oder Beförderer von gefährlichen Gütern stehen Sie im Mittelpunkt des Gefahrgutrechts. Profitieren Sie von uns als Partner mit kompetenter Beratung und Unterstützung. Wir liefern unsere Spezialprodukte bundes- und europaweit. GBOX sind zertifizierte Gefahrgutverpackungen von der ALEX BREUER GmbH. Gefahrgutkartons von Gefahrgutexperten.



Ladungssicherungsbeauftragter — LSB

Unser Angebot

Wir beraten, helfen und übernehmen die Aufgaben als Ladungssicherungsbeauftragte, sowie als Verladen und Sichern ihrer Waren. LSB helfen Notwendigkeiten einzuhalten und Strafen zu vermeiden.

Wir sind Inhaber eines gültigen Schulungsnachweises. Zur Erlangung des Nachweises haben wir eine Schulung erhalten, die durch das Bestehen einer kommissionellen Prüfung nachgewiesen wird.

Wir stehen in allen Bereichen des Transportewesens zur Verfügung!

Notwendigkeit & Aufgaben des Ladungssicherungsberaters

Bestellung von Ladungssicherungsbeauftragten

Sobald ein Unternehmen an der Beförderung von Güter beteiligt ist, ist es empfehlenswert mindestens einen Sicherheitsberater für die Ladungssicherung zu bestellen.
Jedes Unternehmen, dessen Tätigkeiten das Verladen von Gütern für den Transport auf der Straße, Schiene, Wasserstrasse, oder Hochsee umfasst, sollte einen oder mehrere LSB für die Verladung benennen, deren Aufgabe darin besteht, Risiken verhüten zu helfen, die sich aus solchen Tätigkeiten für Personen, Sachen und die Umwelt ergeben.
Die Funktion des LSB kann gem § 9 VStG vom Leiter des Unternehmens, von einer Person mit anderen Aufgaben in dem Unternehmen oder von einer dem Unternehmen nicht angehörenden Person wahrgenommen werden, sofern diese tatsächlich in der Lage ist, die Aufgaben des LSB zu erfüllen. Der Name des LSB ist allen Mitarbeitern des Unternehmens schriftlich bekannt zu geben; die Bekanntmachung kann auch durch schriftlichen Aushang an einer für alle Mitarbeiter leicht zugänglichen Stelle erfolgen.

Aufgaben des Ladungssicherungsbeauftragten

Der Ladungssicherungsbeauftragte hat unter in Eigenverantwortung im Wesentlichen die Aufgabe, im Rahmen der betroffenen Tätigkeiten des Unternehmens nach Mitteln und Wegen zu suchen und Maßnahmen zu veranlassen, die die Durchführung dieser Tätigkeiten unter Einhaltung der geltenden Bestimmungen und unter optimalen Sicherheitsbedingungen erleichtern.
Seine den Tätigkeiten des Unternehmens entsprechenden Aufgaben sind insbesondere:

  • Überwachung der Einhaltung der Vorschriften für die Verladung von Güter;
  • Beratung und Schulung der Mitarbeiter des Unternehmens für die Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Verladung von Gütern;
  • Erstellung von Berichten für die Unternehmensleitung und gegebenenfalls für eine örtliche Behörde über die Tätigkeiten des Unternehmens in Bezug auf die Beförderung von Güter. Die Berichte sind fünf Jahre lang aufzubewahren und den einzelstaatlichen Behörden auf Verlangen vorzulegen.

Darüber hinaus umfassen die Aufgaben des Gefahrgutbeauftragten insbesondere die Überprüfung des nachstehenden Vorgehens bzw. der nachstehenden Verfahren hinsichtlich der betroffenen Tätigkeiten:

  • Verfahren, mit denen die Einhaltung der Vorschriften zum Transport der Ladung sichergestellt werden soll;
  • Vorgehen des Unternehmens, um beim Kauf von Beförderungsmitteln den besonderen Erfordernissen in Bezug auf das beförderte Gut Rechnung zu tragen;
  • Verfahren, mit denen das für die Beförderung Güter oder für das Verpacken, Befüllen, Be- oder Entladen verwendete Material überprüft wird;
  • ausreichende Schulung der betreffenden Arbeitnehmer des Unternehmens, einschließlich zu Änderungen der Vorschriften, und Vermerk über diese Schulung in der Personalakte;
  • Durchführung geeigneter Sofortmaßnahmen bei etwaigen Unfällen oder Zwischenfällen, die unter Umständen die Sicherheit während der Beförderung gefährlicher Güter oder während des Be- oder Entladens gefährden;
  • Durchführung von Untersuchungen und, sofern erforderlich, Erstellung von Berichten über Unfälle, Zwischenfälle oder schwere Verstöße, die während der Beförderung von Gütern oder während des Be- oder Entladens festgestellt wurden;
  • Einführung geeigneter Maßnahmen, mit denen das erneute Auftreten von Unfällen, Zwischenfällen oder schweren Verstößen verhindert werden soll;
  • Berücksichtigung der Rechtsvorschriften und der besonderen Anforderungen der Beförderung von Gütern bei der Auswahl und dem Einsatz von Subunternehmern oder sonstigen Dritten;
  • Überprüfung, ob das mit dem Verladen oder Entladen der Güter betraute Personal über ausführliche Arbeitsanleitungen und Anweisungen verfügt;
  • Einführung von Maßnahmen zur Aufklärung über die Risiken beim Verladen oder Entladen;
  • Einführung von Maßnahmen zur Überprüfung des Vorhandenseins der im Beförderungsmittel mitzuführenden Papiere und Sicherheitsausrüstungen sowie der Vorschriftsmäßigkeit dieser Papiere und Ausrüstungen;
  • Einführung von Verfahren zur Überprüfung der Einhaltung der Vorschriften für das Be- und Entladen;