FAQ

Hier findest du Antworten auf Fragen die in den Kursen oft gestellt werden. Das Ganze ist natürlich niemals abgeschlossen. Wenn dir irgendeine Frage auf der Zunge brennt, bitte einfach kurz anfragen und wir versuchen sie zu beantworten.

Allgemeine Fragen

Wer muss den Code 95 im Führerschein eintragen lassen?

Den Code 95 brauchen alle Kraftfahrer, die gewerblich einen LKW über 3,5 Tonnen HzgM oder einen Bus mit mehr als 9 Sitzplätzen (inkl. Lenker) fahren. Sowohl Linien- als auch Reisebusfahrer sind betroffen sowie auch Nahverkehrs- und Fernfahrer. Auch alle im Baustellenverkehr tätigen Fahrer müssen den Code 95 Eitragen lassen, sowie Handwerker die mit LKW über 7,5-Tonnen fahren.

Mein Füherschein wurde vor September 2008 (Bus) bzw. vor September 2009 (LKW) ausgestellt. Ich bin aber seit 2008/2009 nicht mehr gefahren. Muss ich eine Prüfung machen?

Nein. Du brauchst in Österreich nur den Kurs besuchen und den Code 95 in den Führerschein eintragen lassen.
In manchen Ländern ist allerdings am Ende der Weiterbildung eine schwierige Prüfung zu machen – zB. Rumänien.

LKW Fragen

Welche Dokumente müssen im LKW mitgeführt werden?
  • Für den Fahrer:
    • Ausweis, aus dem der legale Aufenthalt hervorgeht
    • Führerschein
    • Fahrerkarte
    • Unbenutzte Scheiben für Kontrollgerät bzw. Papier für Drucker
    • Benutzte Scheiben für Kontrollgerät des laufenden Tages und der letzten 28 Tage bzw. handschriftliche Aufzeichnungen und Daten auf Fahrerkarte
    • Beschäftigungsbestätigung
    • Bei Gefahrguttransport: Gefahrgutschein
    • EU-Bestätigung für lenkfreie Tage 
    • Bestätigung, Fahrzeug lenken zu dürfen, abhängig vom jeweiligen Gastland (z.B. Italien, Bulgarien)
    • Wenn Lenker weder aus EU noch aus EWR: EU-Fahrerbescheinigung
  • Für das Fahrzeug:
    • Zulassungsschein
    • (Blaue) EU-Lizenz gemäß EU-VO 881/92
    • Abschrift der Konzessionsurkunde (bei KT: Auszug aus dem Gewerberegister)
    • Mietvertrag, wenn Fahrzeug gemiete
    • Go-Box für Maut in Österreich (bei KT: Vignette)
    • „Prüfbericht letzte Pickerlüberprüfung (§ 57a KFG) für LKW und Busse über 3,5 t hzG“
    • Deckkennzeichen für im Ausland zugelassenen Anhänger, wenn er innerhalb Österreichs gezogen werden soll
    • Ev. Fahrzeugkennzeichnung nach Landesvorschrift (z.B. Geschwindigkeitstafeln für Italien, Kennzeichnung für Transport leicht verderblicher Lebensmittel in Italien, …)
    • Wenn Kabotage beabsichtigt ist, Dokumente für Kabotage
    • Bei Gefahrguttransport: Gefahrgutkennzeichnung, weitere erforderliche Dokumente und Ausrüstung
    • Wenn das Fahrzeug gemietet ist: Mietvertrag im Original
    • Wenn LKW oder SZM lärmarm die L-Tafel an Vorderseite des Fahrzeugs + gültige Bestätigung d. Herstellers gem. § 8b KDV (=Lärmarm-Zertifikat)
    • Mautbezahlungseinrichtung, sofern vorgeschrieben
    • COP-Dokument bzw. Dokumente für die EURO-Klassifizierung mit Überprüfungsbestätigung
  • Für die Ware:
    • CMR-Frachtbrief oder Beförderungspapier
    • Rechnung(en)
    • Lieferschein(e)
    • gegebenenfalls
      • Import-, Exportpapiere,
      • Zolldokumente (Carnet TIR, T-Papier, Carnet ATA)
      • Zollverschlußanerkenntnis
      • Transitgenehmigung (z.B. für Abfall, Munition, …),
      • phytosanitäre Bescheinigung,
      • veterinärmedizinische Bescheinigung,
      • Dokumente für Sondertransporte
      • Dokumente gem. dem Tiertransportgesetz,
      • Dokumente gem. dem Abfallwirtschaftsgesetz
      • Dokumente gem. dem Gefahrgutrecht
  • LISTE UNVOLLSTÄNDIG!!!

Traktor Fragen

Brauchen Traktoren einen digitalen Tachographen?

Kurz gesagt: JA, ausser es handelt sich um land- und forstwirtschaftlichen Transport

Lange Version: Traktoren die ausserhalb der Land und Forstwirtschaft, zb. bei Lohnunternehmern oder Erdbauern, eingesetzt sind — unabhängig vor der Besitzfrage — auf alle Fälle Tachographenpflichtig und müssen sich an die Verordnung zu Lenk- und Ruhezeiten halten. Wenn diese Traktoren nach 1. Mai 2006 zum Verkehr zugelassen wurden, müssen sie auf alle Fälle ein digitales Kontrollgerät eingebaut haben.

Es ist offensichtlich dass der Gesetzgeber wollte, dass Traktoren die im Gütertransport verwenden werden, den Sozialvorschriften unterliegen und ein digitales Kontrollgerät an Bord haben müssen.

Der digitale Tachograph muss ab einer Bauartgeschwindigkeit von 40 km/h (EU-Recht) bei Fahrzeugen mit mehr als 3,5 t HzgM eingebaut sein und verwendet werden, ausser es handelt sich um land- und forstwirtschaftlichen Transport oder einen Transport im Rahmen der Land- und Forstwirtschaft, 100 km um den Standort des Hofes.

VO 561/2006 EU

ARTIKEL 1:
Durch diese Verordnung werden Vorschriften zu den Lenkzeiten, Fahrtunterbrechungen und Ruhezeiten für Kraftfahrer im Straßengüter- und ‐personenverkehr festgelegt, um die Bedingungen für den Wettbewerb zwischen Landverkehrsträgern, insbesondere im Straßenverkehrsgewerbe, anzugleichen und die Arbeitsbedingungen sowie die Straßenverkehrssicherheit zu verbessern. Ziel dieser Verordnung ist es ferner, zu einer besseren Kontrolle und Durchsetzung durch die Mitgliedstaaten sowie zu einer besseren Arbeitspraxis innerhalb des Straßenverkehrsgewerbes beizutragen. 

ARTIKEL 2:
Diese Verordnung gilt für folgende Beförderungen im Straßenverkehr:
Güterbeförderung mit Fahrzeugen, deren zulässige Höchstmasse einschließlich Anhänger oder Sattelanhänger 3,5 t übersteigt

ARTIKEL 3
Diese Verordnung gilt nicht für Beförderungen im Straßenverkehr mit folgenden Fahrzeugen: 
– Fahrzeuge mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h;
– Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen mit einer zulässigen Höchstmasse von nicht mehr als 7,5 t, die zur nichtgewerblichen Güterbeförderung verwendet werden 

ARTIKEL 13
Sofern die Verwirklichung der in Artikel 1 genannten Ziele nicht beeinträchtigt wird, kann jeder Mitgliedstaat für sein Hoheitsgebiet oder mit Zustimmung der betreffenden Mitgliedstaaten für das Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats Abweichungen von den Artikeln 5 bis 9 zulassen und solche Abweichungen für die Beförderung mit folgenden Fahrzeugen an individuelle Bedingungen knüpfen:
– Fahrzeuge, die von Landwirtschafts-, Gartenbau-, Forstwirtschafts- oder Fischereiunternehmen zur Güterbeförderung im Rahmen ihrer eigenen unternehmerischen Tätigkeit in einem Umkreis von bis zu 100 km vom Standort des Unternehmens benutzt oder ohne Fahrer angemietet werden;
land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen, die für land- oder forstwirtschaftliche Tätigkeiten eingesetzt werden, und zwar in einem Umkreis von bis zu 100 km vom Standort des Unternehmens, das das Fahrzeug besitzt, anmietet oder least; 

Der digitale Tachograph muss bei Fahrzeugen mit mehr als 3,5 t HzgM (AT-Recht) eingebaut sein und verwendet werden, ausser es handelt sich um land- und forstwirtschaftlichen Transport oder einen Transport im Rahmen der Land- und Forstwirtschaft, 100 km um den Standort des Hofes.

KFG § 24

(2) Lastkraftwagen und Sattelzugfahrzeuge mit einem Eigengewicht von mehr als 3 500 kg und Omnibusse müssen mit geeigneten Fahrtschreibern und Wegstreckenmessern ausgerüstet sein, die so beschaffen sind, dass sie nicht von Unbefugten in Betrieb oder außer Betrieb gesetzt werden können

(2b) Im Sinne von Artikel 13 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 und von Artikel 3 Abs. 2 der Verordnung (EU) Nr. 165/2014 werden folgende Fahrzeuge von der Anwendung dieser Verordnungen ganz freigestellt: 
– Fahrzeuge, die von Landwirtschafts-, Gartenbau-, Forstwirtschafts- oder Fischereiunternehmen zur Güterbeförderung im Rahmen ihrer eigenen unternehmerischen Tätigkeit in einem Umkreis von bis zu 100 km vom Standort des Unternehmens benutzt oder ohne Fahrer angemietet werden;
– land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen, die für land- oder forstwirtschaftliche Tätigkeiten eingesetzt werden, und zwar in einem Umkreis von bis zu 100 km vom Standort des Unternehmens, das das Fahrzeug besitzt, anmietet oder least;

Die Sozialvorschriften (Lenk- & Ruhezeiten) müssen ab einer Bauartgeschwindigkeit von 40km/h ebenfalls beachtet werden,  ausser es handelt sich um land- und forstwirtschaftlichen Transport oder einen Transport im Rahmen der Land- und Forstwirtschaft, 100 km um den Standort des Hofes.

VO 561/2006 EU

ARTIKEL 1:
Durch diese Verordnung werden Vorschriften zu den Lenkzeiten, Fahrtunterbrechungen und Ruhezeiten für Kraftfahrer im Straßengüter- und ‐personenverkehr festgelegt, um die Bedingungen für den Wettbewerb zwischen Landverkehrsträgern, insbesondere im Straßenverkehrsgewerbe, anzugleichen und die Arbeitsbedingungen sowie die Straßenverkehrssicherheit zu verbessern. Ziel dieser Verordnung ist es ferner, zu einer besseren Kontrolle und Durchsetzung durch die Mitgliedstaaten sowie zu einer besseren Arbeitspraxis innerhalb des Straßenverkehrsgewerbes beizutragen. 

ARTIKEL 2:
Diese Verordnung gilt für folgende Beförderungen im Straßenverkehr: Güterbeförderung mit Fahrzeugen, deren zulässige Höchstmasse einschließlich Anhänger oder Sattelanhänger 3,5 t übersteigt

ARTIKEL 3
Diese Verordnung gilt nicht für Beförderungen im Straßenverkehr mit folgenden Fahrzeugen: 
– Fahrzeuge mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h;
– Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen mit einer zulässigen Höchstmasse von nicht mehr als 7,5 t, die zur nichtgewerblichen Güterbeförderung verwendet werden

Die Fahrerkarte kann mit dem B-Führerschein beantragt werden.

Essay Troktor mit Gesetzestexten